In der Prangerszene stehen die Frauen beim Wäschewaschen  am Dorfbrunnen und unterhalten sich über allerlei Geschichten.

Sie klagen beim hinzustoßenden  Amtmann über die Tratschhaftigkeit einer Frau. Nachdem die Streitereien überhand nehmen, wird die Frau vorgeführt und der Amtmann urteilt sie ab und lässt diese an den Pranger stellen.

Damit sie in Zukunft ihr loses Mundwerk hält, legt man  für ihre Vergehen wie im Mittelalter üblich, eine Schandmaske an.

Symbolisch mit den großen Augen, weil sie alles sehen will. Mit den großen Ohren, sie muss alles hören. Schlussendlich wird sie mit Handfesseln und Maske versehen mit Eiern, Gemüse und Fallobst beworfen. 

Im Mittelalter bedeutete das den sicheren Tod durch verhungern, da die Maske für immer verschlossen wurde.
 
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